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SanAndreas: Panorama berichtet über "Killerspiele"
23.02.2007, 14:06
Author: Jan

Seit Jahren taucht die Diskussion über Gewalt in Computer- und Videospielen immer wieder auf. Diese Diskussion ist wichtig, um scheinbar selbstverständliche Entwicklungen in der Gesellschaft zu hinterfragen und kritisch zu begutachten. Fraglich ist jedoch, warum dieses Thema in rechts-konservativen Kreisen immer nur dann auftaucht, wenn ein tragisches Ereignis wie einst in Erfurt oder vor kurzer Zeit in Emsdetten das öffentliche Meinungsbild einseitig verzerrt.

Die Ereignisse nach dem 11.September 2001 sollten uns doch gelehrt haben, welch verheerende Wirkung vorschnelle Maßnahmen haben können. Nicht nur der Fall des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz zeigt, dass Gesetzesänderungen und politische Entscheidungen auf Basis von Panikmache und unseriösen Informationen fatal enden können.

Dies hält konservative Politiker und Medien jedoch nicht davon ab, falsche Informationen über "Killerspiele" zu verbreiten, um die eigene politische Ansicht zu untermauern. Als "Killerspiele" vor knapp zwei Jahren ausgiebig in den Medien behandelt wurden, war es in erster Linie das ZDF-Magazin Frontal21 (wir berichteten), das voreingenommen über das Thema berichtete und zu weiteren Berichten dieser Art motivierte. Heute steht Gewalt in Computer- und Videospielen stärker im Mittelpunkt als noch 2005. Zahlreiche TV- und Printmedien berichten über das Thema und übertreffen sich teilweise mit diffamierenden Lügen und Falschaussagen.

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle nur die Berichterstattung eines Magazins kritisch beschreiben. Gestern berichtete das ARD-Magazin Panorama über das Thema der Gewaltdarstellung in Computer- und Videospielen. Wie gewohnt fiel das Schlagwort "Killerspiele" als scheinbar objektive Umschreibung. Wer den Beitrag nicht gesehen hat, kann sich diesen bei YouTube ansehen.

Da die Analyse des kompletten Beitrags den Rahmen an dieser Stelle sprengen würde, beschränke ich mich nur auf die Teile des Beitrags, die sich auf GTA San Andreas beziehen. So werden zunächst Szenen gezeigt, in denen CJ erst einer Fußgängerin die Kehle durchschneidet und danach mit der Kettensäge zwei Menschen tötet. Schaut man sich nur diese Szenen an, ist Kritik gewiss angebracht. Jedoch sollte man einerseits beachten, dass der Erwerb von San Andreas nur für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren erlaubt ist und zudem der Gesamtkontext des Spiels eher satirischer Natur ist und die Gewalt- und Waffenkultur der USA aufs Schärfste kritisiert. Im weiteren Verlauf des Beitrags wird eine Szene gezeigt, in der CJ wahllos Menschen mit einem Flammenwerfer angreift. Zwar wird diese Szene nicht unmittelbar kommentiert, aber genau dies macht es auch gefährlich. So wird für den Zuschauer der Eindruck erweckt, das wahllose Töten Unschuldiger sei ein Spielziel GTAs und würde belohnt.

Während die gerade genannten Szenen aus GTA also durchaus kritisch zu betrachten sind und in falschen Händen sicher auch zu negativen Entwicklungen führen können, ist die nächste Erwähnung von GTA San Andreas im höchsten Maße verleumderisch und kriminell. Es wird eine Sex-Szene der Hot-Coffee-Mod gezeigt und etwas irreführend von einem eigenständigen Spiel gesprochen, das über das Internet beziehbar ist. Panorama behauptet zudem wörtlich: "wer hier möglichst viele Frauen vergewaltigt, gewinnt". Es ist fraglich, aus welchen Gründen die Personen hinter diesem Beitrag (Thomas Berndt und Sonia Mayr) diese Behauptung aufstellen. War es absichtliche Fehlinformierung, so muss man ihnen bewusste politische Manipulation vorwerfen. Handelt es sich nicht um kalkulierte Diffamierung, so muss man ihnen immerhin vorwerfen, ihre journalistische Sorgfaltspflicht eklatant vernachlässigt zu haben.

Es bleibt zu hoffen, dass diese mediale und politische Diffamierung von Computer- und Videospielen wieder verschwindet und einer kritischen Auseinandersetzung weicht. Denn wenn sich unsere Gesellschaft nicht offen und vorurteilsfrei den Problemen einer multimedialen Welt stellt, in denen Eltern und Pädagogen eine weitaus wichtige Rolle als jetzt einnehmen, dann wird diese Diskussion immer wieder auftauchen, wenn sie sich medienwirksam vermarkten lässt.





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